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Kinder vor der Trauer zu schützen, heißt sie vor dem Leben zu schützen.

Das Thema Trauer gehört zu den Bereichen im Leben um die Erwachsene gerne, besonders im Umgang mit Kindern, einen großen Bogen machen. Allerdings werden Kinder häufig mit Abschieden konfrontiert, nicht ausschließlich durch Tod, bereits der Verlust des geleibten Teddybären löst Trauer aus. Damit Kinder den Umgang mit diesen Themen lernen, sollten sie bestmöglich vorbereitet werden. Dazu gehört das offene und vor allem ehrliche Gespräch. Nur wenn Kinder in ihrem sozialen Umfeld erleben, dass Trauer ein Teil des Lebens ist, werden sie sich damit angemessen auseinandersetzen können. Unwissenheit macht Angst – Wissen macht stark und ermöglicht den Umgang mit so emotionalen Themen wie Tod und Trauer.

 

Inhalt dieser Seite mit freundlicher Unterstützung von Frau Jutta Grziwotz-Schäfer.

 

 

Kinder begegnen Tod und Trauer - Wie damit umgehen?

  • Freude und Leid gehören im Leben zusammen - nur wer das akzeptiert, kann beide Bereiche als gleichwertig annehmen und offen darüber sprechen.
  • Kinder möchten einbezogen werden, nicht ausgegrenzt. Sie empfinden eine gut gemeinte „Schonung“  häufig als Vertrauensbruch.
  • Wir können Kindern traurige Erfahrungen nicht abnehmen, wir können ihnen nur zeigen und mit ihnen frühzeitig „üben“, damit zurecht zu kommen (z.B. wenn ein Haustier stirbt).
  • Wichtig im Gespräch mit Kindern um eine verstorbene Person: ehrliche, sachliche Information, kein Vertrösten, keine Geschichten erfinden. Kinder brauchen Klarheit.

  • Es ist hilfreich, wenn man Kindern den Ablauf einer Beerdigung im Vorfeld erklärt. So können sie sich auf die kommende Situation vorbereiten und Fragen stellen.

  • Je näher eine verstorbene Person dem Kind stand, desto wichtiger ist es das Kind in die Tage des Abschieds mit einzubeziehen. Kinder möchten aktiv sein- lassen sie sie noch etwas malen, schreiben, basteln; diese Dinge können sowohl für die Abschiednahme, als auch für die Trauerfeier eingesetzt werden.

  • Abschiednahme am offenen Sarg mit Kindern? Ja! Eine geliebte, vertraute Person sollte nie einfach so aus dem Leben verschwinden. Abschied ermöglicht einen Abschluss.

  • Gemeinsam zur Beisetzung? Ja! Wie die Abschiednahme erfüllt die Bestattung einen wichtigen Beitrag, um das ganze Geschehen zu verarbeiten. Gute Vorbereitung ist wichtig.

  • Kinder reagieren oft ganz anders, als erwartet. Gefühle und Reaktionen so akzeptieren, wie sie kommen. Es gibt keine falsche oder richtige Trauer.

  • Familien sollten sich über ihre ( oft unterschiedlichen ) Gefühle austauschen, um gemeinsam einen Weg, einen Umgang mit der Trauer zu finden.

  • Geduld und Verständnis sind im Umgang mit trauernden Kindern nötig. Halten sie an vorher liebgewonnenen Gewohnheiten und Regeln fest- Kinder brauchen Sicherheit.

  • Machen sie Erinnerungen greifbar und lebendig. Erinnerungsgegenstände helfen Kindern der verlorenen Person im Leben einen Platz zu geben. Finden sie Rituale (Friedhofsbesuch, Fotos anschauen, eine Gedenkecke, etc.) die ihnen gemeinsam gut tun. Suchen sie Hilfe, wenn sie selber nicht mehr helfen können!

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